"Ich wollte meinen Eltern gefallen. Nein. Ich war durchdrungen von der Wichtigkeit, ein Neuer Mensch werden zu müssen... Ich galt schon immer als Wunderkind. Das hörte Vater gern. Ich tapste in seine Spuren. Kein Sohn. Aber immerhin."

Lange hat sie ihm geglaubt, dem Vater. Und irgendwann gewusst: Was er ihr einträufelte, war kein heilbringendes Elixier, sondern ein Gebräu aus süßlichen Lebenslügen, falscher Loyalität und verbogenem Gerechtigkeitsgefühl. Das Brennen spürt sie auch jetzt, da sie im Zug ihrer alten Heimat entgegenrollt: Wird sie ihrem Vater- und wird er ihr - verzeihen können? Mit kratzbürstiger und unerbittlicher Stärke erzählt Carmen-Francesca Banciu von ihrer Kindheit und Jugend in Rumänien, eine aufwühlende Geschichte vom Zusammenprall der Generationen.

"Der Roman entfaltet eine Kraft, die den Leser zu fesseln und zu erschüttern vermag." Der Tagesspiegel

Rotbuch Verlag ISBN 978-3-86789-077-9